Disruptive Lounge zum Thema Machine Learning

Am 28.11.2018 verwandelte sich das Dockland für einen Abend zu einer Lounge an der Elbe mit chilliger Live-Musik am Flügel, coolen Drinks aus Hamburg, interessanten Start-ups zum Thema Machine Learning und ausreichend Raum zum Schnacken und Netzwerken. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Stiftungsprojektes Innovations- und Transferprozesse in Hochschulen statt und wurde von Prof. Dr. Nick Gehrke, Steven Dehlan und Birgit Kuhnert zusammen mit Jan Schnedler von Grenius Rechtsanwälte und der Innovations Kontakt Stelle Hamburg (IKS) organisiert. Es handelte sich um die achte Veranstaltung der Reihe Disruptive Lounge, die dieses Mal unter dem Thema Machine Learning stand.

Bis zu 120 Besucher flanierten durch das Open Space und genossen Basilikum-Limonade von SODA LIBRE, Gin Tonic aus Hamburger Produktion von pHenomenal oder Champagner aus CO2 gekühlten Gläsern der Bremer Ice-Chiller. Für den Fall der Fälle wurde auch gleich ein Anti-Hangover-Drink parat gehalten. Wer es hingegen lieber süß mochte, konnte sich an der Macaron-Pyramide von Du Sucre Macarons laben.

„Ich bin begeistert, dass die Disruptive Lounge zum Thema Machine Learning dieses Mal in der NORDAKADEMIE im Dockland stattfinden kann. Der Standort passt zum Thema, weil er inspiriert. Außerdem eignet sich die NORDAKADEMIE aufgrund ihrer zahlreichen Kooperationspartner ideal zur Verankerung des Themas Künstliche Intelligenz in der Metropolregion Nord.“, so Alois Krtl von der IKS.

Vier Startups und ein Hochschulteam präsentieren ihre Innovationen und Forschungsprojekte

Über die Dächer der Elbphilharmonie führte eine Virtuelle Fahrt mit einer Gondel über die Elbe der Firma NoysVR. Zahlreiche Besucher setzten sich die VR-Brille auf und schwebten über die Elbe oder befanden sich in einem Live-Konzert. Während die Umstehenden schmunzelnd Moves beobachteten, wurde eifrig über geeignete Einsatzgebiete wie beispielsweise die Reise- und Immobilienbranche diskutiert.

Innovativ und effizient präsentierte sích eine Lösung zur Früherkennung von Augenerkrankungen, Kariesprophylaxe und Nutzung in der Kieferchirurgie. „Während ein Augenarzt eine Glaukomerkrankung nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % erkennen kann, weist unser System eine Trefferquote von 90 % auf – und das auch noch in kürzerer Zeit“, erläuterte der CEO von CellmatiQ interessierten Besuchern. Das System befindet sich gerade in der Zulassung. Die Anwendung zur Kiefervermessung wird bereits in der Ausbildung von Zahnmedizinern an der Universität Würzburg eingesetzt.

Der Location im Hamburger Hafen angepasst, wurde von der Geschäftsführerin von cms@wind eine Steuerungsanlage für Windkraft vorgestellt. Sensoren an den Antrieben von Windrädern zeigen detailliert an, wann welche Bauteile gewartet werden müssen und ob es beispielsweise gelingt, die Reparaturarbeiten in die windärmeren Sommermonate zu verlagern. Die Lounge war für dieses Start-up besonders interessant, weil die Anlage grundsätzlich überall dort eingesetzt werden kann, wo Getriebe verwendet werden – der Blick über die Elbe machte es deutlich: Hafenkräne oder auch Schiffe könnten das nächste Geschäftsfeld dieses Start-ups werden.

Ein HAW-Team präsentierte eine Kamera zur Altersvorhersage. Mit der dazugehörigen Software können die Emotionen von Nutzern erfasst werden. Sie wird hauptsächlich in der Marktforschung eingesetzt, um die Reaktion der User auf bestimmte Produkte oder Reize zu erfassen. Eine hohe Übereinstimmung wird insbesondere bei den Emotionen Happy und Surprise erzielt. Die Software überzeugte ferner in der überwiegend charmanten Altersangabe derjenigen, die sich der Erkennung stellten.

Beeindruckend war nicht nur die Präzision eines Industrieroboters von 3D.aero bezüglich seiner Arbeitsweise, sondern auch die verbaute Sensorik, die es ermöglicht, eine Mensch-Industrieroboter-Interaktion auf kleinstem Raum zu realisieren. Dieser Industrieroboter muss daher nicht wie bisher notwendig in einem menschenleeren Käfig betrieben werden, sondern kann in das Interaktionsumfeld des Mitarbeitenden integriert werden.

Last but not least – Dockland goes Hollywood

Auf der Disruptive Lounge kam sehr wirkungsvoll Carpetlight zum Einsatz. Diese form- und Maschinen-waschbaren Textilien enthalten LED-Leuchten und werden bei Filmaufnahmen zur Ausleuchtung von Innenräumen eingesetzt. Auf die Idee kamen zwei deutsche Beleuchter bei ihrer Arbeit in Hollywood, als sie sich bei Aufnahmen mit umständlichen Aufbauten konfrontiert sahen. Die IKS half den beiden dabei, Universitäten zu finden, um ihre Idee zu Carpetlight zu verwirklichen. In der Neuauflage des Films Drei Engel für Charlie, der im Oktober in Hamburg gedreht wurde, werden diese innovativen Beleuchtungsideen für die Innenaufnahmen in Autos eingesetzt.

Wer Ideen oder Vorschläge zum Thema Innovation und Transfer an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft oder Fragen zur dieser Veranstaltung hat, kann sich gern an Steven Dehlan wenden.


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