International Weeks

Erweitern Sie Ihr fachliches Profil und Ihre interkulturelle Kompetenz und ergänzen Sie die Pflichtveranstaltungen des MBA-Programms der NORDAKADEMIE mit einer Exkursion nach China, Russland, in die USA oder nach Mexiko! Im Hörsaal, auf gemeinsamer Exkursion oder während der Freizeit, ob zusammen mit anderen Studierenden der NORDAKADEMIE oder allein in einer Gruppe internationaler Studierender - der Erfahrungsaustausch vor Ort ermöglicht völlig neue Perspektiven!

Bei den International Weeks kooperieren wir mit ausländischen Tochtergesellschaften der Trägerunternehmen und Kooperationspartner der NORDAKADEMIE und renommierten Universitäten im jeweiligen Land.

Die International Week Mexiko wird jedes Jahr im Oktober angeboten, die drei anderen Exkursionen im jährlichen Wechsel, so dass Sie bis zum Ende Ihres Studiums die Gelegenheit haben, an allen Studienreisen teilzunehmen. Die International Week China und die International Week Russland finden in der Regel im Frühjahr statt, die genaue zeitliche Lage entnehmen Sie bitte dem in der Informationsbroschüre enthaltenen Studienplan für Ihren Jahrgang. Die Exkursion in die USA ist ebenso wie die Reise nach Mexiko im Herbst angesetzt. In den Folgejahren können sich die Termine aller International Weeks aufgrund lokaler Feiertage jedoch geringfügig verschieben.

Die Hochschule IPADE (Instituto Panamericano de Alta Dirección de Empresa) wird seit Jahren im Ranking der Business Week als die beste oder eine der besten Business Schools Lateinamerikas aufgeführt. Die Hochschule verfügt neben ihrem zentralen Standort in Mexiko City - einer historischen, aber nach den höchsten internationalen Standards umgebauten Hazienda - über weitere Campusanlagen in Mexiko.

Während der alljährlich stattfindenden International Week Mexiko diskutieren ca. 550 MBA-Studierende in Vorlesungen, Plenumsvorträgen und in Kleingruppen Fälle zu aktuellen Themen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Neben den Studierenden der IPADE (Mexico D.F., Guadalajara und Monterrey) und der NORDAKADEMIE Graduate School nehmen an der International Week Mexiko auch Studierende aus allen Teilen der Welt teil. Das akademische Programm wird ergänzt durch hochschulübergreifende Besuche ausgewählter Unternehmen, Kulturveranstaltungen und diverse sonstige Aktivitäten der Studierenden in der fast 30 Millionen Einwohner zählenden Stadt. 

Bericht der IPADE 2017

Das Konzept dieser internationalen Woche unterscheidet sich vollständig von den von der Nordakademie angebotenen anderen drei, da sie ausschließlich in einer der renommiertesten Business Schools Lateinamerikas stattfindet. Erst in Mexiko City sollte ich feststellen, dass es sich nicht um irgendeine Schule handelte, sondern um die allerbeste Schule in diesem Teil der Welt.

Während der Vorbereitung unserer Reise wurden wir oft mit einem etwas überbelegten Leitmotiv konfrontiert, die IPADE sei nicht der Durchschnitt. Man könnte zu Recht annehmen, dass dies nur ein typischer Vermarktungssatz ohne wirkliche Substanz ist, aber ich kann in aller Ehrlichkeit bestätigen, dass diese Erfahrung meine Erwartungen bei weitem übertroffen hat.

Meiner Meinung nach war die gesamte Organisation perfekt/makellos, angefangen von fesselnden / inspirierenden Konferenzen bis hin zu durchdachten Reisen und einem tadellosen Service.
Es fand in einer ehemaligen Hacienda in Mexico City statt, wo sich unter anderem 300 Studenten, hauptsächlich aus Lateinamerika, aber auch aus den USA, Kanada, Australien und Italien versammelten. Nach einem mexikanischen Frühstück in kleinen Gruppen wurde der Großteil des Tages zwischen Konferenzen und Falldiskussionen in reduzierten Gruppen verbracht, die hauptsächlich auf Englisch, aber auch auf Spanisch gehalten wurden. Simultanübersetzung wurde in diesem Fall immer bereitgestellt.

Gegen zwei Uhr nachmittags wurde uns das Mittagessen in gemütlichen, privaten Speisesälen angeboten. Der Nachmittag war dann entweder Kulturreisen wie dem als Weltkulturerbe anerkannten Stadtzentrum oder betriebswirtschaftlichen Themen und Besuchen zu Stiftungen oder der in Mexiko gegründeten "Kidzania" gewidmet.

Obwohl die große Mehrheit der Teilnehmer keine MBA-Studenten waren, sondern Executive MBA-Studenten, die mindestens 9 Jahre Berufserfahrung hatten, waren wir alle gleichberechtigt. Die verschiedenen Themen, die von diesen "unternehmerischen Lösungen für die Armut" abgedeckt wurden, erschienen uns zunächst abstrakt, da wir gewohnt sind zu glauben, dass wir überhaupt keine Macht haben. Es war dann so, dass mehrere Professoren uns am Ende ihrer Präsentationen
ansprachen, um zu betonen, dass wir im Gegenteil diejenigen sind, die etwas ändern können, sei es die anderen Studenten, die bereits Direktoren waren, oder wir MBA-Studenten von der Nordakademie, die auf dem Weg dazu sind! Es ist eine einmalige Erfahrung, auf einer solchen internationalen Bühne die Möglichkeit zu haben, sein eigenes Land zu vertreten. Es ist ebenfalls die Gelegenheit, sehr persönlich einzuschätzen, sich dieser Herausforderung zu stellen und zu entscheiden, ob man es sich gewachsen fühlt. Dies zeigt sich am besten in dem Weltklasse-Hotel, in dem wir übernachteten, einem traditionellen Hafen für hochrangige Politiker oder Weltmarktführer wie etwa Barack Obama oder Xi Jinping.

 

Die alle zwei Jahre angebotene Studienreise nach China ermöglicht es den Studierenden, neben Peking - dem kulturellen und politischen Zentrum Chinas - auch die bedeutendste Industriemetropole Chinas, Shanghai, zu besuchen.

Im Mittelpunkt der International Week China stehen Vorlesungen an der namhaften Universität Tongji in Shanghai sowie bei der Außenhandeslskammer und Besuche der chinesischen Vertretungen renommierter deutscher Unternehmen wie Bosch, Airbus, Siemens, Dräger, Volkswagen, Körber Engineering, Kuehne + Nagel, ... Besuche bei chinesischen Unternehmen finden ebenfalls statt. Abgerundet durch ein umfangreiches kulturelles Programm - in dem auch die Chinesische Mauer nicht fehlt - führt diese International Week zu einem vertieften Verständnis für die Politik, Wirtschaft und Kultur der führenden Volkswirtschaft Asiens.

 

Bericht der International Week China 2018:

Unsere Ankunft in Beijing (Peking) fällt auf die Feiertage zum Gedenken der Ahnen, dem sogenannten Qingming-Fest. Es sind die ersten wärmeren Tage in China. Milde Temperaturen, rot und weiß blühende Kirschbäume sowie ein zumeist blauer Himmel begleiten uns in der ersten Woche unserer Reise. Dies lässt die beeindruckenden historischen Stätten wie die verbotene Stadt, die chinesische Mauer und den Himmelspalast in einem märchenhaften Ambiente erscheinen. Die sich uns eröffnenden Bilder erinnern an die Kulissen einer chinesischen Oper. Letzteres sowie eine Kungfu-Show haben wir live gesehen. Trotz der vielen Kämpfe und Eroberungen, die diese Stadt erlebt hat, ist das ursprüngliche Beijing aus der Ming-Dynastie in seiner Struktur aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben. Auch die dörflich wirkenden historischen hutongs (Gassen) zeigen uns ein traditionelles, vom wirtschaftlichen Aufschwung weniger geprägtes China. Insbesondere in den Parks scheint die Zeit still zu stehen. Schattige Plätze sind dicht besiedelt von älteren Einheimischen, wo sich ein Schachduell an das nächste reiht. Nur die zahlreichen Selfie-Sticks sowie extensive Sicherheitskontrollen an allen Eingängen erinnern an das Hier und Jetzt. Das träumerische Auge wird spätestens mit Eintauchen in den Straßenverkehr in die Gegenwart zurückgeholt. Flexibel – so drückte sich unsere Reiseleiterin Frau Li hinsichtlich der einheimischen Fahrweise aus. Unserem von Sicherheit und Ordnung im deutschen Straßenverkehr geprägten Empfinden kommt es einem chaotischen und lauten Durcheinander gleich. Hier haben wir gelernt: Wer hupt, hat Vorfahrt!

Aller Widrigkeiten der überfüllten Straßen zum Trotz haben wir mit unserem kleinen Reisebus die Termine bei Firmenbesuchen stets pünktlich erreicht. So gewannen wir u.a. interessante Einblicke in die Produktion des größten chinesischen Herstellers für Milchprodukte, der Mengniu Dairy.  Auch wenn der mit ca. 30.000 Mitarbeitern operierende Betrieb mit einer starken Marktposition innerhalb Chinas agiert, ist auch hier der internationale Wettbewerb präsent. Insbesondere in dieser Branche kommt einer gelebten Corporate Social Responsibility eine besondere Rolle zu: Seit 2008, infolge von Lebensmittelskandalen um die im Bereich der Babynahrung verunreigten Milchpulverprodukte, hat die Mengniu Dairy die Lebensmittelsicherheit und -qualität als ihr oberstes Unternehmensziel antizipiert und eben jenes ist ihre unternehmerische Verantwortung gegenüber der chinesischen Bevölkerung.

Ein weiteres beeindruckendes Beispiel für global agierende Unternehmen erhielten wir bei unseren Besuchen der Beijing Benz Automotive Co. Ltd. sowie der Hyundai Motor Corporation. Während die Mercedes Modelle für den Vertrieb in China im Vergleich zum europäischen Vorbild nur kleine Anpassungen hinsichtlich ihrer Karosserielänge bedürfen, erfahren die japanischen PKWs einen hohen Grad an Individualisierung. Ganz nach dem Leitsatz „Act globally, think locally“ werden hier je nach Region Chinas verschiedenste Varianten eines Modells kreiert.

Von der Vielfalt und Diversität Chinas inspiriert, reisen wir nach fünf Tagen Aufenthalt in Beijing weiter nach Shanghai. Einen kurzen Abstecher auf unserer Reise machen wir nach Tianjin. Innerhalb von gut dreißig Minuten erreichen wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug den Bahnhof von Tianjin. Die bedeutende Hafenstadt hat auf ca. 12.000 km² viel zu bieten. Doch wir haben nur ein paar Stunden Zeit und besichtigen ein erst kürzlich fertigstelltes, architektonisches Meisterwerk unserer Zeit: die Tianjin Binhai Bibliothek umfasst 1,2 Millionen Bücher, welche terrassenartig um eine raumhohe Kugel (das Auditorium) angeordnet sind. Die Geschwindigkeit und die architektonische Raffinesse, mit der in Tianjin Immobilien gebaut werden, sind beeindruckend!
Weniger anspruchsvoll in der Architektur, dafür aber umso nutzenorientierter zeigt sich die Werkshalle des in Tianjin ansässigen Airbuswerks. In der Produktionshalle stehend, könnte man meinen, man sei in Hamburg, Finkenwerder. Das chinesische Werk ist für eine effiziente Einarbeitung der Produktionsmitarbeiter, länderübergreifende Kommunikation und Abwicklung exakt gleich aufgebaut wie das norddeutsche Pendant.

Kurz vor Mitternacht des 11. Aprils erreichen wir schließlich das Zentrum Shanghais – mit der Magnetschwebebahn (Maglev) vom Flughafen zum Hotel. Selbst um diese Uhrzeit ist die Dynamik der Stadt zu spüren. Eben noch beeindruckt von einer Bibliothek, erheben sich hier an der berühmten Promenade (der Bund) der Stadt ein Wolkenkratzer neben dem anderen. In abwechselnd leuchtenden Farben spiegeln die Hochhäuser das immense wirtschaftliche Wachstum des modernen Chinas wider. Auch das kulinarische Angebot ist abwechslungsreich. Wer sich nach Pekingente, Hot Pot (chinesischer Feuertopf), Dumplings (chinesische Teigtaschen) und anderen schmackhaften Nationalgerichten mehr nach internationaler Küche sehnt, wird hier fündig. Insbesondere am Abend ist die Auswahl vielfältig und wir freuen uns auf weitere vier Tage in Shanghai, in denen wir bspw. einen Jazzclub mit Dinner, eine französische Konditorei und die ein oder andere Bar mit Dachterasse besuchen. Shanghai ist jung und international. Wir lassen uns durch das geschäftige Shanghai treiben und besichtigen u.a. den Yu Yuan Garten inmitten der Stadt. Zwischen großen Teichanlagen mit glitzernden Fischen, die ebenso agil sind wie das lebhafte Getümmel auf dem anliegenden Basar, liegt die erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts (Ming-Dynastie) angelegte Parkanlage. Wer jetzt noch keine Souvenirs für zu Hause mitgebracht hat, kauft hier ein. Doch auch das stark frequentierte Künstlerviertel Tian Zi Fang bietet sich für Shopping an – oder für die alten chinesischen Steintorhäuser (shikumen), die in Shanghai weitestgehend von der Bildfläche verschwunden sind.

Eine Einführung in die chinesische Schrift und Geschichte erhalten wir an der Tongji Universität von Marcus Hernig, Professor für Sinologie an der deutsch-chinesischen Hochschule in Shanghai. Angekommen in einem interaktiven Seminar über die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und ihrer internationalen Relevanz werden wir in unseren Eindrücken hinsichtlich der sich abzeichnenden Megatrends Chinas bestätigt. Die fortschreitende Urbanisierung und der wirtschaftliche Aufschwung haben das Land längst aus dem Status eines Niedriglohnlandes gehoben. China ist internationaler Wirtschaftsakteur, auf Augenhöhe mit den westlichen Industrienationen. Auch die Herausforderungen des Landes sind denen unserer ähnlich, bspw. in der Erhaltung des kulturellen Erbes oder auch der Digitalisierung in Industrie und Gesellschaft.

Wie die Digitalisierung durch Konzerne wie Siemens und Bosch adressiert wird, haben wir bei einem unserer letzten Firmenbesuche diskutiert. Siemens, als starker Marktteilnehmer im Bereich der Automationssysteme, ist schon heute in der Lage hundertprozentig digitalisierte Fabrik am Markt anzubieten. In einigen Branchen mag die Industrie 4.0 noch Zukunftsmusik sein, wie bspw. bei dem durch uns besuchten Hersteller für Verpackungsmaschinen, Fabio Perini (Körber Solutions). Im Bereich der Infrastruktur ist der großflächige Fortschritt der Digitalisierung deutlich erkennbar. Dies zeigte uns ein Bosch-Ingenieur im Simulationslabor für optische Überwachungssysteme (z.B. mit Gesichtserkennung). Einige der Überwachungssysteme werden bereits zur Ahndung von Verkehrswidrigkeiten genutzt. Hier steht der chinesische Gemeinschaftssinn über dem Recht auf Privatsphäre des Individuums. Die Debatten hierüber können endlos sein und…

„Der Weg ist das Ziel.“

So soll es der chinesische Gelehrte Konfuzius ca. 500 v. Chr. gesagt haben. Und doch war für Viele von uns ein erklärtes Ziel dieser Reise: „Einmal China sehen und erleben.“ Wieder ein Häkchen an der Bucketlist. Doch Konfuzius hat recht behalten: es ist nicht der abgearbeitete Punkt auf einer Liste, der prägend ist. Diese Reise schärfte unser Verständnis für die chinesische Kultur, ihre Menschen sowie ihr starker Zusammenhalt in der Gesellschaft, ihre Politik und Wirtschaft.

Die alle zwei Jahre stattfindende Studienreise nach Russland besteht aus einer Kombination von Hochschulvorträgen, Firmenbesuchen und kulturellem Rahmenprogramm.

Verschiedene Unternehmensbesuche stehen bei den Reisen nach Moskau und St. Petersburg auf der Tagesordnung. Dazu zählen beispielsweise Besuche des von der EU finanzierten Wasserwerks Vodokanal und den Baltika Breweries, der größten Brauerei Europas. Diese ermöglichen einen detaillierten Einblick in die konkreten Abläufe in Produktion und den Vertrieb russischer Unternehmen. 

Als Teilnehmer einer International Week dürfen Sie an Vorlesungen in der Universität in St. Petersburg oder Moskau teilnehmen,  die Ihnen die kulturellen Unterschiede zwischen Russland und Deutschland näher bringen. Themen wie „How to do business in Russia“ oder auch ein interessanter Vortrag über die ökonomische Situation in Russland sichern wertvolle Einblicke in die russische Gesellschaft.

Kulturelle Highlights einer jeden Russlandreise werden Ihnen sowohl in St. Petersburg wie bspw. der Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer oder der Winterpalast aber auch in Moskau mit dem Roten Platz und dem Kreml geboten.

Bericht der International Week Russland 2017:

Zum 7. Mal fand in diesem Jahr die International Week Russland statt. In Begleitung von Herrn Prof. Dr. Schmidt hatten sich 34 Studierende der unterschiedlichen Fachrichtungen Management, Logistik, Informatik und Ingenieurwesen zusammengefunden. In mehrjähriger Tradition eröffnete die International Week Einblicke in das Geschäftsleben, die Sitten und Mentalität der russischen Bevölkerung.

Als wir in Moskau landeten, empfing uns ein ungewöhnlich kühles Wetter, das jedoch den Aufenthalt nicht trüben konnte. Gleich am ersten Abend fand die Gruppe sich in einem gemütlichen Restaurant zusammen. Mit Hilfe eines Kommilitonen, konnten auch sprachliche Barrieren bei der Bestellung überwunden werden. In geselliger Runde ließen wir die ersten Eindrücke von Russland auf uns wirken. Im ersten Moment erscheint Moskau nicht viel anders und genauso fortschrittlich wie andere Großstädte. Auf den zweiten Blick fallen uns ungewöhnliche Gepflogenheiten auf, wie das zweimal tägliche Waschen der Straßen. Sogar Baustellenplanken wurden gewaschen. Zahlreiche Wohnungen werden im Moment in Russland gebaut. Nicht selten kommt es vor, dass ein neu errichtetes Appartmentgebäude mit 6000 Wohnungen aufgrund der horrenden Preise noch teilweise leer steht. Bei der Inneneinrichtung von Hotels beweisen die Russen einen ausgezeichneten Geschmack und insbesondere das Hotel beim World Trade Center, in dem wir untergebracht waren, setzt hohe Maßstäbe.

In den folgenden Tagen unseres Moskauer Aufenthaltes standen täglich Besuche von kommerziellen und industriellen Unternehmen auf dem Programm: wir besichtigten unter anderem ein Recyclingwerk, das sich auf die Herstellung von Aluminium-Rohware spezialisiert hat, welche vollständig an die hiesige Automobilindustrie verkauft wird. Außerdem standen die touristischen Sehenswürdigkeiten wie der Kreml und die Kunstaspiranten nicht unbekannte Tretjakow-Galerie auf dem Plan.

Einen interessanten Erfahrungsbericht zu der Geschäftsmentalität in Moskau trug uns Fred Ludolph vor, der mit seiner Management Kollegin bereits im Laufe der 90er Jahren die Goldex Gruppe gegründet hat. Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens ist die Finanzierung von Transaktionen für die Beschaffung von Maschinen und Anlagen für den russischen Markt. "Ein langer Atem" ist in Russland unerlässlich. Auch in Krisen haben beide Gesellschafter die Dependance in Moskau nicht aufgegeben und die russischen Geschäftsleute haben diese Loyalität honoriert. Bei einer nächtlichen Bootsfahrt auf der Moskqwa hatten wir Gelegenheit den Abend ausklingen zu lassen.

Den Abschluss des Moskauer Aufenthaltes bildeten die Besichtigungen des Genussmittelunternehmens Krasny Otkjabr und der russischen Filmstudios Mosfeld. Die Schokoladenfabrik Krasny Otkjabr gehört zur Uniconf Gruppe, die zu den größten und traditionsreichsten Schokoladenherstellern des Landes gehört. In ihrem Aufbau erinnert die Schokoladenherstellung an eine Manufaktur der vorindustriellen Zeit. Russland ist in der Tat ein Land der starken Frauen. Mit Stolz wurden uns die Produktionen präsentiert und auch das Gelände der Mosfeld Filmstudios wurde uns in Begleitung einer Mitarbeiterin mit hervorragenden Englischkenntnissen gezeigt. Dies ist in Russland nicht immer selbstverständlich, weshalb ein guter Übersetzer bei fehlenden Russischkenntnissen unabdingbar ist.

Mit dem Nachtzug ging es schließlich von Moskau nach Sankt Petersburg. Der ein oder andere nutzte die Gelegenheit, die Nacht durchzumachen. Angekommen in Sankt Petersburg wartete ein volles Programm auf uns. So standen die Besichtigung des örtlichen Wasserversorgers auf dem Programm sowie die erste Vorlesung an der Saint Peterburg State University of Economics. Im Mittelpunkt der universitären Veranstaltungen standen die interkulturelle Kommunikation, vermittelt durch Frau Prof. Dr. Anna Nabirukhina, sowie die finanziellen Insititutionen und Märkte, welche uns durch Frau Prof. Dr. Sofia Record präsentiert wurden. Welche Faktoren für Wagnis und Gewinn von Investitionsprojekten in Russland relevant sind, wusste Prof. Dr. Konstantin Kostin anschaulich zu vermitteln.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, welche Anziehungskraft das schöne Sankt Petersburg auf uns ausgeübt hat. Neben den prunkvollen Zarenpalästen luden zahlreiche Cafés und Bars zum Verweilen ein. Das sonnige Wetter und die langen weißen Nächte, bei denen es nahezu überhaupt nicht dunkel wurde, lockten Einheimische und Besucher gleichermaßen auf die Straßen und Plätze.

Tagsüber folgten Besichtigungen der Brauerreigruppe Baltica und tags darauf dem Verpackungsunternehmen Polygraformlenie.

Erlebnisreiche 10 Tage liegen hinter unserer Gruppe und wir sagen "Do swidanja!" (До свида́ния!) - Auf ein Wiedersehen in Russland.

Die International Week USA wird erstmalig im September 2017 angeboten und führt nach Washington DC und New York. Studierende aller berufsbegleitenden Masterstudiengänge können teilnehmen.

Die Studienreise führt Sie an die Ostküste der Vereinigten Staaten. Erleben Sie Wirtschaft und Wissenschaft im Hörsaal (beispielsweise der Georgetown University), auf gemeinsamer Exkursion (z.B. Führung durch die New York Stock Exchange und Besuch der Außenhandelskammer) oder während der Freizeit gemeinsam mit anderen Master-Studierenden der Graduate School – der Erfahrungsaustausch vor Ort ermöglicht völlig neue Perspektiven! Mehr Details zum Programm gibt es ab März 2017.

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Wenn Ihr Arbeitgeber aus Hamburg oder Schleswig Holstein kommt, können Sie für Ihr Masterstudium Bildungsurlaub beantragen.

Ein weiteres Highlight ist das interdisziplinäre Praxisprojekt gemeinsam mit Masterstudierenden aller Fachrichtungen.